Coitus interruptus
Frage:
Wie sicher ist Coitus Interuptus? Wo liegt das Risiko prozentual im Vergleich zu Kondomen oder Zäpfchen?
Gabriele
Dr. Sexpert:
Die Sicherheit von Verhütungsmethoden wird mit dem so genannten Pearl-Index angegeben. Er sagt aus, wie viele von 100 Frauen schwanger werden, wenn sie ein Jahr lang die betreffende Verhütungsmethode einsetzen.
Die Antibaby-Pille hat (bei regelmäßiger Einnahme) einen Pearl-Index von 1 und gilt als sehr sicher.
Kondome sind etwas unsicherer, kommen bei richtiger Anwendung aber auf einen Pearl-Index von 3, d.h. 3% der Frauen, die ein Jahr lang mit Kondomen verhüten, werden schwanger.
Chemische Methoden wie spermienabtötende Zäpfchen, Cremes oder Salben sind sehr unsicher; das Schwangerschafts-Risiko beträgt hier etwa 25%. Solche chemischen Mittel sind also nur in Ergänzung mit einem Kondom zu verwenden und nicht allein.
Was nun Coitus Interruptus angeht, also das Herausziehen des Penis aus der Scheide vor dem Samenerguß, so wird das Schwangerschafts-Risiko auf 20-40% beziffert.
Das sogenannte “Aufpassen” geht also sehr oft schief. Das Risiko dieser Methode ist deshalb so hoch, weil es immer wieder vorkommt, daß der Mann sich eben doch nicht 100%ig kontrollieren kann oder will und den Penis dann nicht rechzeitig herauszieht. Ein weiteres Problem besteht darin, daß bereits vor dem eigentlichen Samenerguß Spermien in kleinen Mengen aus dem Penis austreten. Und eine einzige Samenzelle genügt ja schon für die Befruchtung. Auch bei rechtzeitiger Unterbrechung des Geschlechtsverkehrs kannst Du also schwanger werden.
Von den drei Methoden, nach denen Du gefragt hast, sind Kondome im großem Abstand am sichersten.
Zudem haben sie den Vorteil, daß sie nicht nur Schwangerschaften verhüten, sondern auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.

Aktualisiert am 16. September 2008
Kategorie Sextechniken














