Self-Fisting
Frage:
Kurz zu meiner Person: Ich bin ein 25jähriger Mann, der eine devote Ader hat. Mein Anliegen ist, daß ich mich selbst einmal fisten möchte, und ich wollte sie nun fragen, was ich für Möglichkeiten habe, mich entsprechend vorzudehnen. Mich würde dabei vor allem interessieren, was es für Geräte dafür gibt, und wie ich eine größtmögliche Dehnung erreichen kann.
Mit Freundlichen Grüßen,
Andreas
Dr. Sexpert:
“Fisting” ist eine Variante analer Spiele. Der Begriff kommt aus dem Englischen von Fist = Faust. Dennoch bedeutet Fisting nicht, daß man sich (oder anderen) einfach die geballte Faust in den Anus schiebt. Der Schließmuskel ist sehr schmerzempfindlich und ebenso wie das Rektum (also das Ende des Darms) sehr leicht verletzbar. Ein langsames und behutsames Vorgehen ist deswegen unbedingt notwendig.
Du beginnst am besten, in dem Du mal mit viel Gleitgel vorsichtig einen Finger in den Anus schiebst. Dabei kannst Du auch gleich Deine Gelenkigkeit testen. Insgesamt könnte es nämlich zum Problem werden, wenn Du Dich beim Selbst-Fisting verrenkst und verspannst. Vielleicht findest Du ja doch willige Partner, die Dir zu Hand gehen? Aber egal ob Partnersex oder Solosex, die entscheidende Regel ist, daß man vorsichtig vorgehen muß.
Erst wenn die Penetration mit einem Finger problemlos klappt, ist ein zweiter Finger hinzuzunehmen, dann erst ein dritter und vierter. Dieses “Training” solltest Du über mehrere Tage oder Wochen hinweg fortsetzen, um Dich auf eine totale anale Entspannung einzustellen, bequeme Positionen zu finden und die Aktion auch wirklich zu genießen. Auch wenn Du eine devote Ader hast und etwas “Selbstbestrafung” oder “härtere Gangart” Dich vielleicht anmacht: Mit analen oder rektalen Verletzungen ist nicht zu spaßen. Sollten Blutungen auftreten, so scheue Dich nicht, umgehend einen Arzt aufzusuchen. Verletzungen des Schließmuskels (z.B. Risse) können im Extremfall zu Inkontinenz führen.
Wenn anale Penetration mit Fingern gut klappt, kannst Du auch Dildos und Vibratoren einsetzen, die es in unterschiedlichen Größen im Handel gibt. Steigere Dich auch hier langsam und benutze viel Gleitgel. Mit viel Training, bei guter Entspannung und angenehmer Position kann es Dir vielleicht gelingen, Deine ganze Hand (gestreckt) in den Anus zu schieben. Aber setze Dir keine unrealistischen Maßstäbe. Solltest Du große Hände haben, so kann dieses Unterfangen unmöglich sein.
Achte auch darauf, nur Gegenstände in den Anus einzuführen, die glatt und kantenlos sind und ein breiteres Ende haben, so daß sie nicht im Darm verschwinden. Genieße anale Penetration ruhig auch dann, wenn nicht die ganze Hand hineingeht. So kannst Du etwa Dein eigenes Dildotraining entwerfen und konsequent absolvieren.

Aktualisiert am 18. November 2009
Kategorie Fragen an Dr. Sexpert, Sextechniken














